Neustart und Zweifel
Es gibt Tage, an denen sitze ich hier und denke darüber nach, ob ich aufgeben soll. So wie all die Male davor, als ich versucht habe mich mit der Fotografie selbstendig zu machen. Jedes Mal aufs Neue stehe ich vor der Frage: Warum mache ich das hier?
Jeder Anfang ist schwer. Es kommen keine Anfragen, da mich niemand kennt und niemand von meinem Angebot weiss. Ich habe keine Ahnung, wo ich überhaupt anfangen soll und wie ich Kunden finde, die ich mit meiner Fotografie überzeugen kann.
Falls du dich gerade auch an diesem Punkt befindest, ist dieser Beitrag genau für dich.
Neustart heißt nicht Scheitern
Als es in der Schule darum ging, welchen Beruf wir einmal lernen möchten, war für mich klar, ich möchte Fotografin werden. Mehrere Schnupperwochen bei verschiedenen Fotografen und sogar in einem Filmstudio haben mich für den Beruf begeistert. Doch wurde mir von allen Seiten geraten, zuerst etwas Anderes zu lernen und mich dann neiebnberuflich der Fotografie zu wittmen.
Seither sind einige Jahre vergangen und ich habe schon einige Male versucht, meinen Traum von der Fotografie zu verwirklichen und mich neben meinem eigentlichen Beruf Teilselbständig zu machen. Und vielleicht kann ich ja tatsächlich irgendwann von der Fotografie leben, wer weiss. Doch neben meinem Studium war nur wenig Zeit und die Motivation dies zu realisieren war nur mässig vorhanden. Auch hatte ich nie die nötigen Ressourcen, mein eigenes Studio aufzubauen. Deswegen habe ich jedes Mal wieder aufgegeben.
Lange dachte ich, dass ein Neustart bedeutet, dass ich früher daran gescheitert bin, meinem Traum zu folgen. Doch heute weiss ich es besser. Ich durfte über die Jahre wachsen und bin heute bereit dazu, an meinem Traum festzuhalten. Ich konnte meinen Stil entwickeln, mir diese Webseite aufbauen, mir ein Angebot erstellen und am aller wichtigsten: Ich weiss endlich, in welche Richtung ich gehen möchte und welche Kundschaft ich mit meiner Fotografie erreichen möchte. Ich weiss, wo ich stehe, und kann damit neu starten.
Ich habe gelernt, dass wenn sich etwas zu einem Zeitpunkt nicht richtig anfühlt, man zuerst wachsen darf, um dann endlich neu zu starten.
und ja, ich habe endlich mein eigenes Studio in Aussicht. Auch wenn ich bis zu diesem Ziel noch ein, zwei Jahre warten muss, ist es endlich zum greiffen nahe.
Was mir geholfen hat, dranzubleiben
1. Kleine Schritte statt großer Pläne. Manchmal braucht es kleine Zwischenziele, um am Ende sein grosses Ziel zu erreichen. Fange klein an. Verteile Flyer, mache Shootings mit Leuten, die du schon kennst und baue dir dein Portfolio auf.
2. Mut zur Imperfektion. Bilder müssen nicht immer perfekt sein. Mir ist wichtig, dass die Bilder in echten Momenten entstehen dürfen und nicht gestellt, sondern natürlich sind. So entstehen manchmal auch Bilder, die schief sind oder auf denen das Licht nicht zu 100% perfekt ist. Dafür halten sie Momente fest, an die sich die Familien oder Paare später gerne erinnern.
3. Verrückte Ideen zulassen. Mir ist es wichtig, die Ideen meiner Kunden umzusetzen und dabei bin ich für fast jede ausgefallene Idee zu haben. Genau das ist oft meine größte Stärke. Wenn Kinder in Gummistiefeln durch Pfützen springen oder eine Familie mitten im Herbstlaub Quatsch macht, entstehen die ehrlichsten Bilder. Trau dich, anders zu sein. Genau dafür buchen dich die richtigen Menschen.
4. Vergleichen weglassen. Täglich sehen wir auf Instagram und co. Wunderschöne Fotos von anderen Fotografen und Fotografinnen. Lange wollte ich immer genau solche Bilder machen, wie sie. Ich musste lernen, meinen eigenen Stil zu entwickeln und mich nicht ständig mit anderen zu vergleichen. Nur so konnte ich wachsen und neue Dinge dazulernen.
5. Sich an das Warum erinnern. Warum habe ich angefangen? Für mich sind es die echten Momente: das Lachen, das Kuscheln, die Blicke, die nur eine Familie versteht. Wenn ich daran denke, weiß ich wieder, wofür ich das mache.
Rückschläge gehören dazu
Absagen, ruhige Monate, Zweifel am eigenen Können: Das haben alle erlebt, die selbstständig sind, auch die, bei denen es von außen mühelos aussieht. Der Unterschied ist nicht, wer keine Durchhänger hat, sondern wer danach wieder die Kamera in die Hand nimmt.
Mein Fazit
Du musst nicht jeden Tag motiviert sein. Du musst nur weitermachen, auch in kleinen Schritten, auch wenn es holprig ist. Irgendwann schaust du zurück und merkst, wie weit du gekommen bist.
Ich stehe selbst gerade am Anfang. Ich stehe an einem Punkt, an dem es heisst, Warten. Ein Punkt, an dem es heisst, nicht aufgeben. Darauf warten, dass Menschen mich und meine Fotografie sehen. Ideen sammeln, wie ich Kundschaft generieren kann. Mich mit anderen Fotografen und Fotografinnen austauchen und heruasfinden, was ich anders machen kann. Mich nicht mit ihnen vergleichen, von ihnen lernen.
Also: Kamera schnappen, rausgehen, Neues ausprobieren. Und wenn es schiefgeht, einmal lachen und weitermachen. 📸
Und wenn du gerade selbst an einem Punkt stehst, an dem du neu anfangen willst: Schreib mir gern. Ich freue mich über jede Geschichte und darüber, mich mit dir austauschen zu können!